Campingplatz Municipal du Pin Sec in Naujac-sur-Mer

24. Juli 2019

Wir waren schon ein Stück südlicher, bei Biscarosse und sind dann noch mal ca. 120 km die Küste wieder rauf Richtung Süden nach Naujac-sur-Mer gefahren. Arne hat sich über Ebay einen kleineren Kite gekauft. Auf einen Aufruf über Facebook, ob denn noch jemand demnächst Richtung Atlantik aufbricht und den Drachen mitbringen kann, hat sich eine Freundin aus Hamburg gemeldet. Sie hat das gute Stück in ihrem Bus verstaut, sich auf den Weg nach Frankreich gemacht um ein paar Tage auf dem Campingplatz Pin Sec zu verbringen, auf dem sie schon als Kind mehrmals mit ihrer Familie war. Wir sind also auch wieder eher durch Zufall auf diesem Platz gelandet. 

Der Campingplatz du Pin Sec in Naujac-sur-Mer liegt ziemlich ideal am Meer auf der Sanddüne, zwischen Kiefernwald und der Médoc Küste. Auf Google hat der Platz eher negative Bewertungen, deshalb waren wir gespannt, was uns erwartet. Er hat auch nur 1 Stern und bietet ca. 530 Stellplätze. Wir hatten vor den Kite zu holen, unseren Wäschesack mal wieder zu leeren und vielleicht eine Nacht dortzubleiben. Naja, und wie das dann manchmal so ist, wir fanden es super, um uns herum standen netten Leute, teilweise auch mit Kindern. Und aus einer geplanten Nacht wurden schnell drei. 

Der Platz ist in zwei Bereiche geteilt: auf dem Vorderen gibt es Strom, allerdings keinen Schatten. In dem hinteren Bereich gibt es keinen Strom, dafür auch ein paar Schatten Plätze. Da wir wegen unserem Solar nicht auf Strom angewiesen sind, haben wir uns für den hinteren Teil des Platzes entschieden. Die Preise sind auch während der Hauptsaison völlig ok, wir haben Anfang Juli 21€ für zwei Erwachsene und zwei Kinder bezahlt. 

Auf dem Campingplatz sind mehrere Surfcamps vertreten. Daher kommen glaube ich auch, die vielen schlechten Google Rezensionen. Es wird geschrieben, dass es laut, dreckig und super voll ist. Das alles können wir zum Glück nicht bestätigen. Es gibt ein großes und mehrere kleine Waschhäuer, die vom Standard her total gut klar gehen. Es ist schon ein bisschen mehr Betrieb als auf anderen Plätzen bisher, vor allem zu den Stoßzeiten, wenn alle vom Strand kommen oder sich die Mädels für den Partyabend vorbereiten. Aber ist es alles total gut auszuhalten. Man muss in Kauf nehmen, dass man unter der Dusche mit Musik aus irgendeiner portablen Box beschallt wird, aber unsere Jungs fanden das eigentlich ganz nett und haben wild unter der Dusche getanzt. 

Über die Düne ist man in 150 m am Strand. Und der ist, wie eigentlich alle Strände bisher an der Médoc Küste, super schön und weitläufig. Es gibt einen bewachten Badebereich und es tummeln sich viele Surfer von den umliegenden Surfschulen im Wasser. Auf dem Weg zum Strand gibt es ein paar kleine Buden, an denen man Pommes, Crêpes und kühle Getränke kaufen kann. Das lässt es wirken wie einen kleinen Surferort und schafft einen ganz angenehmen Vibe finde ich. Wir waren sogar einmal abends in einem kleinen Restaurant und haben Muscheln und Fish and Chips gegessen. Man bekommt hier auch an einer der Buden morgens frisches Brot und es gibt einen kleinen Supermarkt direkt am Campingplatz. 

Es ist also alles da, was man braucht um ein paar entspannte Tage zu verbringen. Uns hat auch total gut gefallen, dass der Weg zum Strand nicht so weit und vor allem – so vollgepackt wie wir immer sind – auch nicht so anstrengend ist. Und man hört abends das Meeresrauschen vom Platz aus. Das macht alles eh immer noch ein kleines Bisschen schöner. 

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